Rotfransige Sandbiene
Männchen: 8–11 mm. Im Feld nicht von ähnlichen Andrena-Arten zu unterscheiden. In der Südhälfte Deutschlands vielfach gemeinsam mit Andrena lagopus auftretend und dann leicht mit dieser Art zu verwechseln. Weibchen: 10–12 mm. Behaarung auf dem Thoraxrücken rotbraun. Endfranse orange. Schienenbürste zweifarbig gelb und weiß. Tergite schwarz, glänzend und dicht und grob punktiert. Endränder stark abgesetzt. Tibia und Tarsus 3 orangerot. Vor allem frische Exemplare sind im Feld gut zu erkennen.
Männchen
Männchen
Weibchen
Weibchen
Rotfransige Sandbiene
Flächendeckend verbreitet und sehr häufig. Am Beispiel von Niedersachsen zeigt Theunert (2008) die Dichte von Nachweisen in den Jahren 1973 bis 2007.
Als Ubiquist in den unterschiedlichsten Lebensräumen: extensiv wie intensiv bewirtschaftete Wiesen, Streuobstwiesen, Bergwiesen, Hochwasserdämme, Weinberge und Weinbergbrachen, Sandheiden, Waldränder, Waldlichtungen, Kahlschläge, Feldhecken, Dörfer und Städte (Gärten, Parks). Nester in schütter bewachsenen Böschungen und Rainen sowie an Wiesenrändern und in Parkrasen, bisweilen auch in dichterer Vegetation. Besiedelt sandigen wie lehmigen Boden.
Auch Hecken mit vorgelagertem Wirtschaftsgrünland gehören zu den Lebensräumen von Andrena haemorrhoa. Hier sind alljährlich einzelne Individuen dieser Sandbiene an Schlehen oder auf Löwenzahn zu beobachten (Schwäbische Alb). [Für Großansicht auf Bild klicken]
Nistet in selbstgegrabenen Hohlräumen in der Erde, meist einzeln, bisweilen in kleineren Kolonien (Popova 1983, eig. Beobachtung).
Ausgesprochen polylektische Art (14 Pflanzenfamilien) (vgl. Chambers 1945, 1946, 1968). Pollenquellen:
Nomada bifida.
Univoltin. Flugzeit von Anfang April bis Anfang Juni.
Chambers, V. H. (1945): British Bees and
Wind-Borne Pollen. – Nature, 155 (3927):
145.
Chambers, V. H. (1946): An examination of
the pollen loads of Andrena: the species that visit fruit trees. – J. Anim. Ecol., 15:
9–21.
Chambers, V. H. (1968): Pollens collected by
species of Andrena (Hymenoptera: Apidae). – Proc. R. ent. Soc. London, (A), 43:
155–160.
Popova, L. M. (1983): A Contribution to
the Knowledge of Andrenid Bees Biology
in the Middle Volga Area. – Vestnik Zoologii 1983 (3): 46–50.
Theunert, R. (2008): Aufbau, Pflege und
Auswertung von Funddatenbanken über
Stechimmen (Hymenoptera). – bembiX
26: 25–46.
