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Zwei Gruppen von Bienen

Was die Tätigkeiten der Weibchen betrifft, so können wir grob zwei Gruppen von Bienen unterscheiden: solche, die Nester bauen und solche, die dies nicht tun und stattdessen die Brutfürsorge anderer Arten in Anspruch nehmen. Die erste Gruppe nennen wir auch Sammelbienen, weil sie gezielt Futter für die Brut sammeln, die zweite Gruppe sind die parasitischen Bienen.

 

Sammelbienen

Da die meisten Menschen bei dem Wort »Biene« unwillkürlich an die Honigbiene und ihre individuenreichen Völker denken, stellen sie sich unter Bienen immer staatenbildende Insekten vor. Tatsächlich ist die Honigbiene aber eine in vielerlei Hinsicht sehr untypische Biene, repräsentiert sie doch u.a. die höchste Stufe eines Sozialverhaltens, das bei Bienen weltweit eine Ausnahme ist und das wir als »eusozial« bezeichnen.

Die weitaus größere Zahl der nestbauenden Bienen oder Sammelbienen lebt nicht in Staaten, sondern einzeln als sogenannte »Einsiedlerbienen« oder Solitärbienen (solitär = einzeln lebend).

Zwischen den solitären und den sogenannten hoch-eusozialen Bienen wie der Honigbiene gibt es aber noch weitere Zwischenstufen der sozialen Organisation wie z.B. die kommunalen Bienen, die neben den anderen Formen der Lebensweise auf den folgenden Seiten dargestellt sind.

 

Honigbiene Volk mit Königin

Blick in einen Stock der Honigbiene. Rings um die in der Mitte zu sehende Königin scharen sich die im Körperbau kleineren Arbeiterinnen.

Parasitische Bienen


Nomada fucata Weibchen

Eine der häufigsten heimischen Kuckucksbienen ist die Einfleckige Wespenbiene (Nomada fucata), hier ein Weibchen auf dem Grünen Pippau (Crepis capillaris).

Melecta albifrons Männchen

Ebenfalls häufig und oft auch in Gärten anzutreffen ist die Frühlings-Trauerbiene (Melecta albifrons), hier ein frisch geschlüpftes Männchen.

 

Weiteres zu parasitischen Bienen finden Sie auf dieser Seite.

 

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