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    Naturschutzgebiet »Hirschauer Berg« im Neckartal: Aufgelassene Weinberge mit strukturreichen Kalkmagerrasen und Säumen trockenwarmer Standorte.
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    Naturschutzgebiet »Goldberg« im Nördlinger Ries: Felsen im Verbund mit Kalkmagerrasen und Pioniervegetation.
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    Naturschutzgebiete »Haselschacher Buck« und »Badberg« im Kaiserstuhl: ausgedehnte Kalkmagerrasen, Böschungen und Lößsteilwände.
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    Naturschutzgebiet »Hirschacker« in der nördlichen Oberrheinebene: Zwergstrauchheide auf Dünensanden.
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    Naturschutzgebiet »Pflege Schönau« in der Hardtebene: Binnendünenrest.
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    Naturschutzgebiet »Erlen-, Metten- und Gründelbachniederung« im Naturraum »Stromberg und Heuchelberg«: Röhrichte, Riede und Hochstaudenfluren.

Lebensräume liefern Nahrungsquellen, Nistplätze und Baumaterialien

Der anhaltend starke Rückgang vieler Bienenarten in den vergangenen Jahrzehnten, der sich auch in den Roten Listen widerspiegelt (weitere Infos hier), erfordert wirksame Maßnahmen zu ihrem Schutz.

Grundlage jedes Wildbienenschutzes ist die Erhaltung der Lebensräume, d.h. die gleichzeitige Erhaltung der artspezifischen Nahrungsquellen und der Nistplätze sowie die Abstellung bzw. Verminderung der verschiedenen Gefährdungsfaktoren.

An der Spitze der Gefährdungsursachen steht die Zerstörung oder Verschlechterung der Lebensräume. Daher ist deren Schutz vorrangiges Ziel aller Schutzmaßnahmen. Eine ganze Reihe von Lebensraum-Typen läßt sich nur mit dem Instrument des strengen Flächenschutzes in Form von Naturschutzgebieten (NSG) erhalten. Zu diesen Lebensräumen gehören:

  • Binnen- und Küstendünen sowie Flugsandfelder
  • Magerrasen trockenwarmer Standorte
  • Felsfluren und Abwitterungshalden
  • Sand- und Bergheiden
  • Großröhrichte und Landschilfbestände
  • Streuwiesen
  • Weichholz- und Hartholzauen
  • Sand-, Kies- und Lehmgruben, die aufgelassen, aber noch offen sind.

Was deren Sicherung betrifft, so ist in den vergangenen 30 Jahren bereits einiges geschehen. Allerdings mangelt es in manchen Naturschutzgebieten nach wie vor an einer Pflege, die nicht nur die Erhaltung eines nach pflanzensoziologisch Kriterien definierten Vegetationstyps zum Ziel hat, sondern auch die Ansprüche der Fauna, insbesondere der Wildbienen, ausreichend berücksichtigt.

Die Ansprüche vieler Bienenarten lassen sich mit traditionellen Flächenschutzmaßnahmen allein nicht erfüllen. Dies gilt insbesondere für solche Arten, die auf Bodenstörungen und die sich dort ansiedelnden Pflanzen, also auf Prozesse, angewiesen sind. Diese Tatsache wird auch bei der Pflege und Entwicklung vieler Naturschutzgebiete nicht oder noch viel zu wenig berücksichtigt.

Welche Lebensraumtypen außerhalb der Naturschutzgebiete für Wildbienen besonders wichtig sind, darüber informiert die folgende Seite.

Da sich die Lebensräume der Wildbienen stark unterscheiden können, ist auch das Spektrum an Arten nicht überall gleich. Der Lebensraum einer typischen Wildbienenart muß folgende Bedingungen erfüllen:

  • Er muß den von der Art benötigten Nistplatz aufweisen.
  • Er muß Nahrungspflanzen in ausreichender Menge enthalten.
  • Bei zahlreichen Arten muß außerdem das für den Bau der Brutzellen erforderliche Baumaterial zur Verfügung stehen.

Der Gesamtlebensraum kann sich aus mehreren Teillebensräumen zusammensetzen, in denen jeweils die benötigten Erfordernisse (Nistplatz, Nahrungspflanze, Baumaterial) erfüllt sind (siehe folgende Grafik). Die (Teil-)Lebensräume der Wildbienen umfassen Geländeausschnitte sehr unterschiedlicher Größe und Komplexität. Da sich Nistplatz, Nahrungsraum und Materialentnahmestelle oft räumlich nicht decken, ist deren Verbund in jeweils erreichbarer Entfernung ausschlaggebend für das Vorkommen der meisten Arten. Diese sogenannte Teilsiedler-Problematik habe ich in einer in englisch verfaßten Arbeit an einigen Beispielen dargestellt. [Westrich 1996, das Zitat und ein Link zum Download finden sich hier] Dies ist bei allem, was wir für Wildbienen tun, zu berücksichtigen. Letztlich gilt dies auch für alle Maßnahmen am Haus und im Garten.

Teilsiedlerproblematik

Gesamtlebensraum einer Wildbiene

 

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